Lena

Mönnski,

wir haben uns kennengelernt, als du gerade aus Australien wieder kamst und dich mit deiner Feuerwehr erst mal bei uns am COP abgeparkt hast. Mega nervig fand ich dich, saulaut, hast dir einfach alles genommen, einem das Brot weggefressen und dann auch noch drüber gelacht. Im Garten hast du komische Feuerakrobatik geübt, „irgendsone Hippiescheisse“. Das war im wunderbaren Jahr 2000 und ab da sind wir uns ständig und überall begegnet, irgendwann haben wir uns wohl aneinander gewöhnt. Zur Fusion hast du deine „Käutsche“ und jede Menge Hansa aufs Dach geschnallt und dann mit Chemikalien versetzte Wasserflaschen ungekennzeichnet im Lager rumstehen lassen.

Deinem Prof an der FH waren deine Hände immer zu dreckig, es gibt darüber sogar ein Lied:

Dein Fokushima Geboller, die Party auf dem Fußballplatz 2011, war der Knaller, mir fehlt seitdem ein Zahn. Und du hast mir im Hymer total besoffen eine Sicherung an die Batterien gebaut, die gar nicht nötig war, weil es dafür ein Relais gibt. Wenn du irgendwas wolltest, hast du gerne „Gib mir das, gib mir das!“ gequäht und bist kindisch durch die Gegend gehüpft. Auf dem Zuider Festival 2014 waren wir zusammen bei der Wahrsagerin im Wagen und haben ‚Fart Bombs‘ gewonnen, eine ist dir nachher in der Hosentasche explodiert. Und du hast mich aufs Reisen wild gemacht. Deine Stories von Asien (ohne Visum auf ner Pickup-Ladefläche über die laotische Grenze, oder wie war das nochmal..? Und auf dem Markt ganze Säcke voll Tabak und so für 3 Mark.) haben mich damals so wild gemacht, dass ich kurz darauf selber mal gucken fliegen musste – danke für deine Inspiration. Im Februar willst du mit uns zusammen wieder hin fliegen, wenn du Urlaub bekommst – hast du Freitagnacht versprochen. Als du vor zwei Jahren wieder nach Australien gegangen bist, hast du gesagt, dass du es schade findest, weil wir „gerade so richtig warm miteinander“ geworden sind und du jetzt schon wieder abhaust.

Freitagnacht hast du mir erzählt, dass du dich mega über die schöne Party und die geile Crew freust, weil es sich gerade „so wackelig mit dem Zuhause“ angefühlt hatte. Wir haben über eine Party im Mai gesprochen und uns gefreut: „Jaaaaa, alle zusammen!!!“. Du wolltest, dass ich die riesige Heizspirale aus der Feuertonne ziehe (Alter?!), als es zu heiß im Genpool wurde. Das letzte, was du Samstagmorgen zu mir gesagt hast, war „Nu sauf doch erst mal!“, als ich die Strichliste an der Theke gesucht habe. Dann hast du angefangen aufzulegen, es war furchtbar und ich musste schnell nach Hause.

Danke für die schöne Zeit mit Dir!

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