Lieber Mönne!

Während ich ein paar meckernde Worte  loswerden möchte, wird es gerade drei Grad wärmer auf der Welt, weil Du mit Deinem weltweit bekannten Mönnegrinsen mal wieder kein Stück meiner Meckerei wirklich ernst nehmen wirst und unterschwellige Kritik einfach weglächelst!

Als Pit damals gestorben ist, hast Du zu mir gesagt „Die Besten gehen zuerst!“ und „Er hat sein Leben so gelebt, wie er es wollte.“

Als meine Mama vor gut zwei Monaten gestorben ist, hast Du zu mir gesagt „Die Besten sterben früh. Hoffentlich hatte sie ein glückliches Leben.“

Auch wenn Du mitten in den Partyvorbereitungen gesteckt hast, hattest Du trotzdem einen Moment des Mitgefühls für mich. Und genauso warst Du immer: Ständig Deine eigenen Ziele vor Augen und auf dem Weg zum nächsten Masterplan, hattest Du zeitgleich auch immer ein Auge und Ohr für die Menschen, die Dich umgeben haben. Du hattest Dir Sorgen gemacht, ob ein Schlafplatz in direkter Hörweite zu Deiner Party der richtige Ort für mich sei und ich habe gewusst, dass es genau der richtige Ort ist. Ich wollte in der tiefen Trauer und Orientierungslosigkeit vor allem eins: Hören, dass es da draussen noch Leben gibt. Leben, Liebe, Freundschaft und Freude.

Nun möchte ich Dir etwas sagen, lieber Mönne.

KEINER, wirklich NIEMAND, wollte einen Beweis, dass auch Du zu den allerbesten Menschen gehörst!

Du bist viel zu früh gegangen!

Bleiben wird Dein Lächeln, Deine ungebrochene Lebensfreude, Dein atemberaubener Tatendrang, Dein positive Art, Dein Optimismus. Deine Energie.

Während wir alle aus Versehen mehr oder weniger erwachsen geworden sind, hast Du (zumindest privat) das Kind in Dir gepflegt und gehegt.

Auf ewig dankbar bin ich Dir für die vielen guten Ratschläge und für die Dinge in denen Du ein Vorbild warst.

Viele haben von Dir gelernt, dass es immer Sonnenschein nach Regen gibt. Das man seine Ziel definieren und sie niemals aus den Augen verlieren darf. Das jeder so ist, wie er ist und deshalb gar nicht erst versuchen sollte, jemand anderes zu sein. Das man nur dieses eine Leben hat und man es deshalb so leben sollte, wie man selbst es möchte. Das Freunde und Freude im Leben das allerwichtigste sind. Das man nicht viel zum Leben braucht, wenn man glücklich sein möchte. Das man arbeitet, um zu leben und das man nicht lebt, um zu arbeiten. Das man immer auf der Reise bleiben sollte. (…)

Ich hätte so gerne in fünfzig Jahren Schnaps mit Dir getrunken und lustige Anekdoten „von früher“ ausgepackt!

Vielleicht hätte ich es doch noch geschafft (mit ein paar Jahrzehnten mehr Zeit) herauszufinden, ob Du das wahnsinnige Genie oder der geniale Wahnsinn bist.

Diese Frage bleibt offen. Wahrscheinlich weil Du einfach beides bist.

Das Universum ist nun Deine Tanzfläche und wir müssen hier auf der Erde selber die Party des Lebens am Laufen halten.

Das wird nicht einfach, denn Du FEHLST!

Fuck you for leaving us too early!

Danke für Alles!

Anja

PS: Feier nicht zu wild mit Pit. Geht beide ab und zu mal duschen. Liebe Grüße an meine Mama, die noch besser Kaffee kocht als ich!

 

Moenne und Pit

von Anja Claudia Pentrop

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